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Hausanschluss Abwasser

Was ist bei der Bauplanung zu beachten?

Die Grundstücksanschlussleitungen vom Schmutz- und Regenwasserkanal bis zur Grundstücksgrenze werden grundsätzlich durch die Wirtschaftsbetriebe erstellt und sind in der Regel auch bereits bei unbebauten Grundstücken vorhanden.

Die Entwässerungsplanung des Bauvorhabens sollte daher unter Berücksichtigung der vorgegebenen örtlichen und höhentechnischen Lage der Anschlussleitungen erfolgen. Bestandsplanunterlagen über die Lage der Grundstücksanschlussleitungen können im Geschäftsbereich 04  der WBL eingesehen bzw. eingeholt werden. Sind Grundstücksanschlussleitungen noch herzustellen, bestimmen die WBL die Lage der Leitungen. Dabei werden die Wünsche des Anschlussnehmers jedoch so weit wie möglich berücksichtigt.

Die Herstellung der Entwässerungsanlagen auf dem Grundstück ist durch den Anschlussnehmer zu veranlassen. Hierzu zählen insbesondere auch die Verlegung der Hausanschlussleitungen von der Grundstücksgrenze bis zum Gebäude sowie die Anordnung eines Kontrollschachtes je Anschlussleitung in ca. 1 m Entfernung von der Grundstücksgrenze. Die Kontrollschächte müssen jederzeit frei zugänglich und zu öffnen sein. Eine Überbauung oder Bepflanzung der Kontrollschächte ist unzulässig.

Im Gebiet der Stadt Löhne erfolgt die Abwasserbeseitigung im Trennverfahren

Bei der Ableitung der Abwässer in die öffentlichen Kanalisationsanlagen ist auf eine unbedingte Abwassertrennung auf dem Grundstück zu achten. Dem Schmutzwasserkanal darf nur häusliches Schmutzwasser (kein Niederschlags-/Drainagewasser!), dem Regenwasserkanal nur Niederschlagswasser (kein Schmutzwasser!) zugeleitet werden. Die Einleitung von häuslichem Drainagewasser in den öffentlichen Regenwasserkanal wird in der Stadt Löhne grundsätzlich akzeptiert.

Sofern ein Regenwasserkanal im Einzelfall nicht vorhanden sein sollte, ist das auf dem Grundstück anfallende Niederschlagswasser schadlos zu versickern oder in einen Wasserlauf einzuleiten. Hierfür ist in einem gesonderten Verfahren ein wasserrechtlicher Erlaubnisbescheid bei der Landrätin des Kreises Herford als untere Wasserbehörde zu beantragen.

Wie ist der Ablauf des Kanalanschlussantragsverfahrens?

Der Anschluss des Grundstücks an die öffentlichen Kanalisationsanlagen ist durch den Eigentümer zu beantragen. Der Kanalanschlussantragsvordruck ist bei den Wirtschaftsbetrieben erhältlich und kann auch als Datei heruntergeladen werden.

Dem Antrag sind Entwässerungszeichnungen (Lageplan im Maßstab 1 : 500, Schnittplan des Gebäudes und Grundrisse der Geschosse im Maßstab 1 : 100 mit Darstellung der Entwässerungsanlagen einschließlich der Kontrollschächte und ggfs. der Drainageleitungen mit Drainagesammelschacht) in einfacher Ausfertigung beizufügen.

Die Wirtschaftsbetriebe erteilen dem Antragsteller die Zustimmung zum Kanalanschluss durch schriftlichen Bescheid. Dabei darf ohne Vorliegen des Kanalanschlusszustimmungsbescheides mit den Anschlussarbeiten nicht begonnen werden.

Nach Fertigstellung der Anschlussarbeiten auf dem Grundstück erfolgt eine Abnahme der Grundstücksentwässerungsanlagen hinsichtlich des ordnungsgemäßen Kanalanschlusses und der ordnungsgemäßen Abwassertrennung durch die Wirtschaftsbetriebe. Der Grundstückseigentümer ist darüber hinaus gemäß § 59 Abs. 4 Landeswassergesetz NRW i.V.m. der SüwVO Abw NRW verpflichtet, die neu errichteten Schmutzwassergrundleitungen auf Dichtheit prüfen zu lassen. Die Bescheinigung über die Dichtheitsprüfung ist sorgfältig aufzubewahren und auf Verlangen den Wirtschaftsbetrieben vorzulegen.

Das Kanalanschlussantrags- und –zustimmungsverfahren ist auch dann erforderlich, wenn auf Grundstücken, die bereits an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind, ein Gebäudean- bzw. -umbau erfolgt, mit dem Veränderungen bzw. Erweiterungen bei den Grundstücksentwässerungsanlagen einhergehen. Erfolgen im Zuge dieser Umbauvorhaben auch erhebliche Änderungen an den bestehenden Schmutzwassergrundleitungen, ist durch den Grundstückseigentümer ebenfalls eine Dichtheitsprüfung nach § 59 Abs. 4 Landeswassergesetz NRW i.V.m. der SüwVO Abw NRW zu veranlassen.

Rechtsgrundlage für das Benutzungsverhältnis Anschlussnehmer /Wirtschaftsbetriebe bildet die Entwässerungssatzung sowie die hierzu erlassene Satzung über die Erhebung von Abwassergebühren und Kanalanschlussbeiträgen. Diese sind mit der Kanalanschlussantragstellung durch den Anschlussnehmer anzuerkennen und werden auf Nachfrage auch gerne zugeschickt oder können hier heruntergeladen werden.

Hier können Sie die erforderlichen Dokumente herunterladen: